Gut leben mit Hochbegabung bei Jugendlichen!

 

5. Juli 2018

Das Zeugnis feiern, auch wenn es "schlecht" ausgefallen ist? Ja!!!

Jetzt ist die Zeit der Sommerferien. Und vorher gibt es noch Zeugnisse: für manche ein Schrecken, für andere ein Anlass zum Jubeln. Aber egal, wie das Zeugnis ausgefallen ist, hier meine Tipps zum Umgang damit:

1. Feiern!

Wie: 

Das könnt Ihr nach dem Geschmack und Budget Eurer Familie aussuchen. Es kann z.B. ein spannender (Fahrrad-)Ausflug, ein Schwimmbad- oder Kinobesuch sein. Bei uns hat sich Essengehen zum Zeugnis etabliert. Als wir noch zwei Schüler in der Familie hatten (der Älteste ist jetzt Student), hat der eine zum Halbjahr und der andere zum Schuljahresende entschieden, wohin es gehen sollte (und es wurde darauf geachtet, dass für jedes Familienmitglied etwas Leckeres dabei war).

Warum:

Wenn das Zeugnis "gut" ausgefallen ist, erübrigt sich die Erklärung. Aber auch bei einem "schlechten" Zeugnis haben Kind (und Eltern) das Schuljahr hinter sich gebracht. Sie haben aus meiner Sicht damit etwas "geleistet". Sie hoffen wahrscheinlich auf ein "erfolgreicheres" und "entspannteres" neues Schuljahr. Wenn man selbst entspannt, ruhig und erholt an die Dinge herangeht, wird es meist auch von außen "entspannter". Und manchmal auch auf der Leistungsebene "erfolgreicher".

Aber egal, wie das Zeugnis ausfiel: aus meiner Sicht ist ein abgeschlossenes Schuljahr ein Grund zum Feiern!.

2. "Erfolge" sammeln!

Wie:

Unsere Kinder sind nicht nur Schüler. Sie haben auch Freizeitbeschäftigungen, Hobbys, Ideen und Interessen. Ich weiß, ich weiß, manche Eltern von Teenagern würde diese Aussage bezogen auf ihren Jugendlichen zu Hause absolut verneinen (und ich weiß, wovon Ihr sprecht). Bei genauem (und liebevollen) Hinschauen findet sich allerdings doch meistens etwas.

Kauft einen schönen Aktenordner (oder Stehsammelordner) und lasst Euer Kind aussuchen. Darin sammelt Ihr zusammen alle "Erfolge" Eures Kindes. Es kann sich um die Zielscheibe beim Luftgewehrschießen handeln, um den Mitschnitt vom Hip-Hop-Auftritt, etc. Was auch immer die "Erfolge" Eures Kindes sind: Lasst Eure Kinder mitentscheiden! 

Warum:

  • Zunächst einmal ganz pragmatische Gründe: bei Bewerbungen (z.B. für ein Schülerpraktikum) interessieren sich Unternehmen immer mehr auch für die außerschulischen Aktivitäten und Interessen der Bewerber. Da ist es gut, wenn man diese belegen kann (und hier kommen dann die gesammelten "Erfolge" zum Einsatz).
  • Wahrscheinlich noch wichtiger im Eltern-Kind-Verhältnis ist der positive Blick der Eltern auf die "Erfolge" des Nachwuchses. Und dann fühlt es sich für die Kids selber gut an, dass sie etwas "gut" können, dass sie "Erfolge" haben und diese dokumentiert sind. Bei uns in der Familie haben wir die Sommerferien nach der 8. Klasse genutzt, um zusammen den Lebenslauf zu erstellen (der wichtig war für die dann folgende Bewerbung für das Sozialpraktikum in der 9. Klasse). Bei der Erstellung kamen auch die gesammelten "Erfolge" zum Einsatz. Und der fertige Lebenslauf war dann sehr förderlich für das jugendliche Selbstwertgefühl (und den mütterlichen Stolz)!

Schreibt doch mal ins Gästebuch, wie Ihr das "Feiern" des Zeugnisses handhabt.

Ich wünsche Euch ein schönes "Zeugnisfest"!

Eure Kerstin

P.S. Im nächsten Blogartikel stelle ich Euch verschiedene, bewährte Methoden und Tools zur Erstellung eines Lebenslaufes vor. Bleibt gespannt!

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